
Lebensansichten des Katers Murr
あらすじ
Er sei stolz auf seinen berühmten Vorfahren, den gestiefelten Kater, behauptet Kater Murr. Nun: sprechende Katzen sind in der Literatur wahrlich keine Seltenheit. Doch schon in den Lebensansichten des Katers Murr von E. T. A. Hoffmann, einem 200 Jahre alten Text, tritt ein Kater höchstpersönlich als Autor und Erzähler in Erscheinung und offeriert der Nachwelt seine Weisheiten und Erkenntnisse. Dummerweise benutzt er dafür bereits beschriebene Papiere, nämlich die Manuskriptseiten des Kapellmeisters Kreisler, die er bei seinem Herrn findet. Durch einen vermeintlichen Fehler bei der Drucklegung ergibt es sich, dass sich die Lebensgeschichte des schriftstellernden Katers mit der Biografie des Kapellmeisters auf kuriose Weise vermischt. In Hoffmanns Romancollage ist also der vierbeinige Held mit allen menschlichen Schwächen ausgestattet. Maßlos überschätzt er die eigene Genialität, rüttelt an der gesellschaftlichen Ordnung, stürzt sich in erotische Abenteuer und holt sich dabei manche Bles